congratulations

congratulations – Join Hands

Hände reichen und gemeinsam ab auf die Tanzfläche: congratulations aus Brighton veröffentlichen seit vier Jahren immer wieder Singles und Kleinformate und spornen Indie-Klänge zu euphorischer Bewegung an. Kantiger Indie Rock der Nullerjahre trifft 80s-Pop, Groove, Funk und ordentlich Elektronik, während die Texte mitreißen möchten, im Angesicht persönlicher und gesellschaftlicher Probleme. Entsprechend unbekümmert, deutlich und zugleich herzensgut gibt sich ihr erstes komplettes Album. Passend dazu der aufrüttelnde, energische und anfeuernde Titel: „Join Hands“.

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Mariachi El Bronx

Mariachi El Bronx – Mariachi El Bronx IV

Trompetern raus, Geigen und Vihuela her: Es ist Mariachi-Zeit! Bei The Bronx war das zuletzt eher selten der Fall, denn neben diversen regulären angepunkten Platten erschien das letzte Album von Mariachi El Bronx bereits 2013. Und doch passend die selbstgenähten Kostüme immer noch, mehr oder minder. Auf ihrem mittlerweile vierten Album, ursprünglich als Auseinandersetzung mit dem Kampf zwischen Liebe und Tod begonnen, verarbeiten sie eine sehr chaotische, unruhige, immer hässlicher werdende Welt um sie herum, und erweitern zugleich den musikalischen Horizont erneut. „Mariachi El Bronx IV“ galoppiert durch die Nacht.

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Exsonvaldes

Exsonvaldes – Ninety Seconds To Midnight

Mit ihrem Überraschungs-Comeback 2023 etablierten sich Exsonvaldes sofort wieder an der Speerspitze der französischen Indie- und Alternative-Landschaft. Und doch soll dies für das Trio aus Paris nur der Anfang sein. Mit dem Nachfolger wollen sie ein paar Schritte zurückgehen und an die Dringlichkeit ihrer Anfangstage vor mittlerweile einem Vierteljahrhundert anknüpfen. „Ninety Seconds To Midnight“ (ein Verweis auf die Weltuntergangsuhr) kramt wieder deutlich mehr Gitarren hervor und ignoriert doch keinesfalls die Entwicklungen späterer Jahre, als die Band zu Alternative-Pop-Meistern gereift war.

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Howling Bells

Howling Bells – Strange Life

Plötzlich war ein Jahrzehnt vergangen: Nach dem Release von „Heartstrings“ im Sommer 2014 waren Howling Bells von der Bildfläche verschwunden, eine ‚ungeplante Pause‘ soll der Grund gewesen sein. Juanita Stein veröffentlichte mehrere Soloalben, Bruder und Gitarrist Joel Stein rief Glassmaps ins Leben und tourte zudem gemeinsam mit Drummer Glenn Moule als Teil von Brandon Flowers‚ Solo-Band. Bei einer Reunion-Show 2022 war der alte Funke wieder da, die Australier:innen begannen neue Songs zu schreiben und haben nun das erste gemeinsame Album seit fast zwölf Jahren im Gepäck. „Strange Life“ klingt im besten Sinne in etwa so, als wäre die Zeit stehengeblieben.

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Aquakultre

Aquakultre – 1783

Während des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs wurde die kanadische Provinz Nova Scotia zum sicheren Hafen für britische Loyalisten. Die Gründung von ‚Black Nova Scotia‘ im Jahr 1783 bezieht sich auf die Umsiedlung von über 4.000 Schwarzen an die kanadische Ostküste durch die Britische Krone – eine Zahl, die sich bis heute etwa versiebenfachte. Lance Sampson stammt direkt von dieser Bevölkerungsgruppe und ihrer aufregenden, vielfältigen Kultur ab. Mit seinem Projekt Aquakultre schafft er nun eine kleine Hommage an die (Familien-)Geschichte und das Leben über Generationen, schlicht „1783“ betitelt.

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Wicked Smile

Wicked Smile – When Night Falls

Harte Klänge aus Down Under – wer bei diesem Stichwort immer noch ausschließlich an AC/DC oder Airbourne denkt, hat die Entwicklung der letzten Jahre schlichtweg verschlafen. Längst haben Metalcore-Größen wie Parkway Drive und Northlane die internationale Bühne erobert, während Formationen wie Be’lakor im Death Metal- oder The Butterfly Effect und Ne Obliviscaris im Progressive-Bereich weltweit für Aufsehen sorgen. Doch auch im klassischen Heavy Metal-Sektor liefert Australien regelmäßig hochkarätige Exporte. Aktuellstes Beispiel: Wicked Smile. Markierte ihr Debüt „Wait For The Night“ bereits ein beachtliches Ausrufezeichen, geht die Truppe aus Melbourne mit ihrem neuen Werk „When Night Falls“ nun endgültig in die Vollen.

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Die weiteren Aussichten

Die weiteren Aussichten – Das alles hier ist Liebe

Wie man Negatives spielerisch leicht in Positives verkehrt, zeigt Patrick Scheuermann. 100 % im Burnout-Test und frisch arbeitslos – beste weitere Aussichten, wenn man Mitte 20 ist, so die pointierte Reaktion. Daraus entstand Die weiteren Aussichten, erst als Singer/Songwriter-artiges Projekt im Alleingang, das 2024 mit der EP „Heiter bis wolkig“ Sympathisches fürs Herz vermittelte. Im Popkurs Hamburg fand er seine Live-Band, seither geht es deutlich lauter, energischer und beherzter ans Werk. „Das alles hier ist Liebe“ beeindruckt durch musikalische Evolution und hat verdammt gute Songs mit pochendem Indie-Herz im Gepäck.

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Ulrika Spacek

Ulrika Spacek – EXPO

Die Perspektive verschiebt sich, der Spiegel reflektiert anders. Auf ihren ersten drei Alben waren Ulrika Spacek bevorzugt introvertiert unterwegs, richteten den Blick auf das Selbst und bezogen daraus Kraft für ihre kunstvolle, elektronisch befeuerte Gitarrenmsuik. Das Quintett aus Reading wählt dieses Mal jedoch die Außenperspektive – weil andere Länder auf Tour Eindruck hinterließen, aufgrund von Gedanken und Gefühlen über die USA, aber auch weil sich Sänger und Gitarrist Rhys Edwards fragte, welche Welt seine Tochter einmal erben würde. „EXPO“ versteht sich zudem als intime Auseinandersetzung mit menschlicher Wärme, digitaler Isolation und zunehmend verschwindenden Zwischentönen.

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Katarsis

Katarsis – Žiedlapis tau

Inmitten eines betont bunten Wettbewerbs trugen sie Grauschattierungen ins Finale: Katarsis traten für Litauen beim Eurovision Song Contest 2025 mit dem Post-Punk-Track „Tavo akys“ an. Auf einen sehr respektablen 16. Platz für eine beim ESC mehr als unterrepräsentierte Musikrichtung folgten eine kleine Tour durch Europa sowie mehrere Singles. Für das ehemalige Ein-Mann-Projekt von Lukas Radzevičius, der im Gründungsjahr 2019 noch zur Schule ging, ist das mehr als beeindruckend. Das erste Album „Žiedlapis tau“ (dt. „Ein Blütenblatt für dich“) nimmt den Rückenwind gekonnt mit.

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The Blue Van

The Blue Van – Recording Club Of 1996

Seit bald drei Jahrzehnten sind sie der Inbegriff von Beständigkeit: Hinter The Blue Van stecken vier Freunde, die sich seit ihrer Kindheit kennen und gemeinsam Musik machen. Ihre Songs liefen in Werbespots, Fernsehserien und Videospielen, sie tourten durch die ganze Welt und verstanden es zuletzt auch, etwas kleinere Brötchen zu backen. „Recording Club Of 1996“, eine Reminiszenz an die Anfangstage, ist das erste Album seit fünf Jahren und verbindet Kommentare zum Hier und Jetzt mit intimen, persönlichen Geschichten und einem noch breiter gesteckten Sound, der mehr denn je ins Ohr geht.

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