Rat Boy

Rat Boy – CRASH!

Ein zuhause aufgenommenes Mixtape, diverse Newcomer-Award-Nominierungen, Platz 15 in UK für das erste Album: Jordan Cardy aka Rat Boy legte fulminant los. Zwei weitere Platten folgten, ebenso eine Vielzahl von Live-Auftritten in Bandbesetzung. Längst bei Hellcat unter Vertrag, entstand der neueste Longplayer unter kuriosen Umständen. Der Garten von Rock-Legende Suzi Quatro wurde in Beschlag genommen, verteilt auf zwei eigens eingerichtete Recording-Schuppen, unter der Ägide von Tim Armstrong (Rancid), Cardy und Schlagzeuger Booth. „CRASH!“ vertraut einmal mehr auf die gewohnt humorvolle, unmittelbare Mischung aus Punk, Ska, Pop und Rock.

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Hard-Fi

Hard-Fi – Sweating Someone Else’s Fever

2005 tauchten Hard-Fi auf und dominierten zumindest eine Saison lang den Indie-Zeitgeist. „Hard To Beat“ ist und bleibt ein unkaputtbarer Sommerhit, das erste Album „Stars Of CCTV“ erreichte Platz 1 in Großbritannien und hierzulande die Top 20. Ihre Unbeschwertheit ging auf den nach wie vor guten beiden Folgeplatten verloren, nach einem Best-of-Album 2014 tauchte man erst einmal unter. Comeback-Gigs 2022 und 2023 entfachten das sprichwörtliche Feuer erneut, mit „Sweating Someone Else’s Fever“ gibt es nun tatsächlich ein erstes neues Studiowerk seit stolzen 15 Jahren. Und das mit einer Rückkehr zu alten, bewährten Qualitäten.

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The Veils

The Veils – Fragile World

Mit kompakterem Budget auf der Haben-Seite und bewusst schwermütig ausgerichteten Streichern als Begleiter gaben sich The Veils auf „Asphodels“ so ermattend wie selten. Finn Andrews konnte mit einer Art Chamber-Music-Vision von Indie Pop Anfang 2025 durchaus überraschen. Die Antwort ließ überraschenderweise keine 18 Monate auf sich warten. Bewusst lebendiger und kraftvoller ausgerichtet, beruht „Fragile World“ auf Texten aus Andrews‘ Londoner Zeit als Kettenraucher und erkundete die dazugehörigen Arrangements und die begleitende Instrumentierung über weite Strecken erst im Studio – ein mutiger Schritt, der sich hörbar lohnt.

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Elmar

Elmar – Vollgeschissen im Hassklub

Aktuelle und ehemalige Musiker von Abenteuer Auftauen, Mikrokosmos23, drych, Kirre. und Point No Point touren seit über einem Jahrzehnt als Elmar durch die Lande. Der gemeinsame Nenner bewegt sich irgendwo zwischen Punk und Emo, ursprünglich mit Hinweis auf die Meißener Herkunft auch ‚Punk aus Porzellan‘ genannt. Das war 2017, zu Zeiten ihres ersten Albums. Seither erschienen ein paar Kleinformate, man zog nach Dresden um und besetzte den Posten am Schlagzeug neu. Ruppig, live eingespielt und mit einem wachen Auge auf die Gefahren und Abgründe der Zeit, gibt nun der Zweitling „Vollgeschissen im Hassklub“ ordentlich Gas.

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Pond

Pond – Terrestrials

Nach zehn Alben kann man schon mal auf schräge Ideen kommen. Für Pond ist das so und so täglich Brot. Die australische Psych-Band mit Pop-Kante stellte für den neuesten Streich ein paar Regeln auf. Balladen und Pink-Floyd-Zeugs hatten ebenso wenig Platz wie übermäßiger Fuzz-Pedal-Einsatz. Stattdessen entwickelte sich nach und nach das selbstverständlich höchst alltägliche Konzept ‚Goths im Pub‘ – Post Punk, australischer Pub Rock, Kajal und feinsinnige Pop-Weisheiten. Zudem befasst sich „Terrestrials“ mit elementaren menschlichen und gesellschaftlichen Gegensätzen, von unwiderstehlichen Harmonien und kauzigen 80s-Ideen begleitet.

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Klez.e

Klez.e – Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht

Zwei Alben lang arbeiteten sich Klez.e durch das Erbe von The Cure mit eigenem Anstrich. Nun da die britischen Legenden wieder aus dem Studio grüßen … braucht es keine gröbere Kurskorrektur. Klar, das ist mehr als überzogen, doch haben Tobias Siebert, Daniel Moheit und Filip Pampuch längst ihren ganz persönlichen Ansatz gefunden, der Vertrautes weiterdenkt. Vergleichsweise schnell gibt es neuen Stoff in Form von „Einmal mehr mit Dir gegen die Furcht“, der die Düsterheit der Vorgänger mitnimmt und etwas anders auslegt. Während alles ringsum noch finsterer wird und sich dem Zusammenbruch nähert, rückt man näher zusammen und ist gemeinsam stärker.

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Spacey Jane

Spacey Jane – Exit Wounds

Spacey Jane schwimmen weiterhin auf einer Erfolgswelle. Das vor 13 Monaten erschienene „If That Makes Sense“ erreichte erneut Platz 2 in Australien und war das meistverkaufte australische Album des Jahres. Bevor es in der Heimat auf eine große Tour gibt, setzt es – glücklicherweise international – noch ein wenig Nachschlag. Die sechs Songs der EP „Exit Wounds“ waren ebenfalls während der Album-Sessions entstanden, passten für die Band jedoch nicht zur restlichen Platte. Dass diese Tracks nicht unter Verschluss gehalten werden, ist ein absoluter Gewinn.

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Lex Legion

Lex Legion – Lex Legion

King Diamond ohne King Diamond – so könnte man die Heavy-Metal-Newcomer von Lex Legion mit einem Augenzwinkern beschreiben. Die Band setzt sich nämlich zu vier Fünfteln aus King Diamonds Begleitband Ende der 1980er Jahre zusammen. Neben den legendären Namen Andy LaRocque und Mikkey Dee gehören auch Pete Blakk und Hal Patino zur neuen Band. Den Gesang hat mit Nils K. Rue (Pagan’s Mind, Ex-Eidolon) ein weiterer Hochkaräter übernommen, sodass es sich hier um eine echte All-Star-Band handelt. Dass das skandinavisch/US-amerikanische Quintett sich düster angehauchtem Heavy Metal mit leichter US-Metal-Schlagseite verschrieben hat, ist angesichts des Line-ups wenig verwunderlich. Fraglich ist eher, ob das Material des Debütalbums „Lex Legion“ den hohen Erwartungen gerecht werden kann – oder ob hier nur alter Ruhm aufgewärmt wird.

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The Bobby Lees

The Bobby Lees – New Self

Das Banddasein kann eine ziemlich teure, undankbare Angelegenheit sein. Für The Bobby Lees war dies Ende 2023 Anlass, eine Pause auf unbestimmte Zeit bekanntzugeben. Wirtschaftlicher Druck und die Herausforderungen des Tourens inmitten aller Unsicherheiten wurden als Gründe genannt. Was folgte, war eine Welle der Solidarität. Unter anderem bot ‚Aquaman‘ Jason Momoa höchstpersönlich an, eine neue Platte zu finanzieren. Nun ist das US-Trio tatsächlich zurück, konnte sämtliche Energie in die kreative Seite der Band stecken und kam zudem bei Epitaph unter. „New Self“ ist ihr nunmehr viertes Studioalbum.

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Meltt

Meltt – Pathways

Nach einer längeren Tour und einer Platte, die zwischen Konzerten entstand, brauchten Meltt eine kleinere Pause. Mit etwas kreativer Distanz ergaben sich letztlich über 100 Ideen, die von den vier Herren aus Vancouver nach und nach in Songs verwandelt wurden. Ihrem bestens gelaunten Indie Pop mit schillernden Gitarren und psychedelischen Ausritten blieben sie treu, produzierten zudem alles selbst und holten sich einzig für den Mix mit Chris Coady (u. a. Beach House, TV On The Radio) etwas Unterstützung. Das dritte Studioalbum „Pathways“ setzt sich mit dem Älterwerden – die Kanadier werden demnächst 30 – und dem eigenen Lebensweg auseinander.

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